Montag der 02.06.2008
Für heute stand der Icefield Parkway nach Banff auf dem Programm. Der Blick aus dem Fenster verhieß Gutes. Strahlend blauer Himmel über Jasper. Dass sich das bald ändern sollte, konnten wir ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Banana Muffins und Kaffee packten wir schnell die Koffer in das Auto und los ging es Richtung Icefield Parkway.
Und so sah es aus als wir Jasper verließen:
Kurz darauf sahen wir Autos mit Warnblickanlage am Straßenrand stehen und erspähten auch gleich warum:
Der nächste Stopp war dann bei den Sunwapta Falls angesagt. Nicht so spektakulär wie die Athabasca Falls, aber doch wunderschön:
Aber nun verschlechterte sich das Wetter mit jedem Kilometer den wir in Richtung Süden fuhren.
Am Columbia Icefield war der Himmel schon wolkenverhangen, aber wenigstens regnete es noch nicht (was sich aber kurze Zeit später ändern sollte).
Auf dem kurzen Trail vom Parkplatz trifft man immer wieder auf Markierungen, die den Rückzug des Gletschers dokumentieren.
Da es dort oben ziemlich kalt und ungemütlich windig war, hielten wir es nicht allzulange aus. Man hätte noch die Möglichkeit mit speziell umgerüsteten Bussen auf dem Gletscher herumzukurven, aber erstens beschrieb der Grundmann-Reiseführer das ganze als zweifelhaftes Vergnügen und zweitens finde ich es irgendwie schon komisch, wenn auf der einen Seite von Naturschutz die Rede ist und andererseits werden die Leute mit Bussen auf dem Eisfeld rumgekarrt.
Wieder am Auto angekommen fuhren wir weiter Richtung Banff und bald sah es so aus:
Die Bridal Vail Falls und der Wheeping Rock waren nur ein schneller Fotostopp:
Ein wenig Aufmunterung war der Anblick eines süßen kleinen Nachwuchsbären, der am Straßenrand gerade genüßlich vor sich hinkaute:
Wenigstens hatten wir das Glück, dass genau am Peyto Lake der Regen schwächer wurde und so wanderten wir zum Viewpoint. Wer diesen See mit seinem strahlenden Türkis-Blau einmal gesehen hat, der würde wahrscheinlich sogar bei Hagel wieder hinwandern. Dieser See ist einfach einmalig schön. Auf der Oberfläche des Wasser trieben noch Eisschollen.
Am Bow Lake war der Regen dann wieder so stark, dass wir nicht einmal aus dem Auto ausstiegen. Und so ging es weiter bis Lake Louise. Dort mußte natürlich zuerst dem gleichnamigen See ein Besuch abgestattet werden, doch bei diesem Wetter präsentierte sich der See wenig fotogen.
Weiter ging es dann zum Moraine Lake. Wir hatten schon unzählige wunderschöne Bilder dieses Sees gesehen, aber bei diesem Wetter kam die Schönheit nicht annähernd zur Geltung:
Am frühen Abend kamen wir dann in der vorgebuchten Rundelstone Lodge in Banff an. Tja, so hatten wir heute das Vergnügen gehabt eine der wahrscheinlich schönsten Bergstraßen der Welt zu fahren und so gut wie gar nichts davon zu sehen.
Banff-Begrüßungskomitee:
Zum Abendessen gab es dann wenigestens Baby-Backribs von Chili’s und ich muss sagen es waren die leckersten, die ich je gegessen hatte. Da kann auch kein Applebees mithalten.
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