Eine erneuter Blick auf die Seite vom National Park Service und auf weather.com am frühen Morgen bestätigten die Entscheidung, nicht wie ursprünglich geplant, in Richtung Glacier NP zu fahren. Und so führte uns der Trans Canada Highway nach Calgary, wo wir um die Mittagszeit ankamen und ein Zimmer im Comfort Inn im Motel Village bezogen. Das Comfort Inn war eine gute Entscheidung, denn direkt vor der Tür hielt der Zug, der in Calgary C-Train heißt. Wir kauften für 6,75 $ (p.P.) eine Tageskarte und fuhren Richtung Downtown. Bis Mittag war das Wetter noch teils sonnig, teils bewölkt, doch dann stellte sich unsere Entscheidung als richtig heraus, denn bald siegte die Sonne über die Wolken.
Downtown Calgary besticht in erster Linie dadurch, dass die Haupteinkaufsstraße (8th Av.) eine Fußgängerzone ist. Unser erstes Ziel war der Toronto Dominion Square, in dem sich die Devonian Gardens befinden. Dabei handelt es sich um einen wunderbar angelegten Indoor Park mit allerlei verschiedenen Pflanzen über zwei Stockwerke eines Einkaufszentrums. Sogar Schildkröten und Koi Karpfen gab es dort zu bewundern. Da sich in unmittelbarer Nähe der Food Court befand, konnte man viele Leute sehen, die sich in Ihrer Mittagspause zuerst im Foodcourt versorgten und dann Ihr Essen in der Stille des Parkes genossen.
Unser nächstes Ziel war der Calgary Tower. Für 13 Dollar kann man aus 191 Metern die Aussicht auf Calgary geniessen. Auf ein paar Metern ist der Boden sogar verglast und man blickt direkt nach unten.
Das alte Rathaus:
The Saddledome (gebaut für die Olympischen Spiele 1988, jetzt Heimstätte der Eishockeymannschaft Calgary Flames):
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Fort Calgary. Es beherbergt, neben einem originalgetreuen Fort aus der Gründerzeit, ein Museum. Auf das Museum hatten wir keine Lust, das Fort von außen muss man nicht unbedingt gesehen haben.
Nachdem wir den Rest des Nachmittags in der größten Shopping Mall Calgarys, dem Chinook Centre, verbracht hatten, wollten wir dann am frühen Abend noch den Olympic Park besuchen. Leider machten die dortigen Einrichtungen wie z. B. die Olympic Hall Of Fame bereits um 16 Uhr zu, aber immerhin bekamen wir noch die Gelegenheit auf den großen Skisprungturm hinaufzufahren. Die Aussicht von dort ist wirklich toll. Vor allem hat man auch einen guten Ausblick auf die Skyline von Calgary. Der ganze Park wird heute noch als Sportzentrum genutzt. Wir sahen Scharren von Mountain Bikern, die die Downhill Trails befuhren. Im Winter ist dann Skifahren und Snowboarden angesagt. Am kleinen Turm nebenan trainierten die kanadischen Nachwuchsskispringer.
Nach einem Abendessen bei Red Lobster wurde dann noch der Reisebericht aktualisiert und dann wartete schon das Bett.
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