Sonntag, der 12.10.2008
Nach einem kurzen Continental Breakfast machten wir uns auf den Weg. Über Sturgeon Bay fuhren wir an diesem Tag in den nördlicheren Teil der Door Peninsula. Durch wunderschön herbstlich gefärbte Wälder führte der Weg durch kleine, niedliche Städtchen. Eine erste Pause legten wir in Egg Harbour ein. Dort fand gerade an diesem Wochenende das Pumpkin Patch Festival mit Live Musik, Markt und allerlei Gegrilltem statt. Die Einwohner von Egg Harbor feiern mit diesem Fest die Kürbisernte und dekorieren Ihre Vorgärten bereits wie zu Helloween mit den Feldfrüchten:
Doch auch grausame Verbrechen geschehen zu dieser Zeit in dem kleinen Örtchen.
Nur wenige Meilen später, direkt beim Ort Fish Creek findet man den Peninsula State Park. Leider hatten wir nicht die Zeit von dem Angebot an Leihfahrrädern gebrauch zu machen, denn der State Park ist ein Paradies für Radler und Wanderer. Unser erster Stopp war das dortige Lighthouse.
Nur kurze Zeit später erreicht man einen hölzernen Aussichtsturm. Doch schon nach dem Aussteigen erwartete uns die erste Überraschung: Tausende von Marienkäfern schwirrten umher. Kaum aus dem Auto hatte sich schon ein gutes Dutzend auf unserer Kleidung niedergelassen. Auf der ganzen Peninsula bis hinunter nach Green Bay begegneten sie uns immer wieder. Auf dem Aussichtsturm selbst angelangt hatten wir einen gigantischen Blick auf die Laubverfärbung der Wälder um uns herum.
Als nächstes hielten wir in Ephraim. Bekannt ist der Ort für das Anderson Dock, welches mittlerweile durch seine Graffitis zu einem wahren Kunstwerk geworden ist.
Zum Mittagessen kehrten wir in einem kleinen Restaurant in Gills Rock ein, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Northport machten. Ursprünglich wollten wir mit der Fähre zur Washington Island übersetzen. Da wir aber Bedenken hatten, dass es nach der Rückkehr von der Insel bereits dunkel werden würde, ließen wir diese ausfallen, weil wir noch andere Sehenswürdigkeiten auf der östlichen Seite der oberen Peninsula besichtigen wollten. Und so fuhren wir in Richtung Baileys Harbor. Am Baileys Harbor Ridges State Park machten wir kurz an einem wunderschönen Badestrand Pause (leider war es ein wenig zu kalt um in die Fluten zu springen ).
Nur 4 Meilen entfernt liegt die Mini-Insel Cana Island. Um diese Jahreszeit erreicht man die Insel, dank des niedrigen Wasserpegels des Lake Michigan, mit trockenen Füßen über einen Felsdamm. An einem Kassenhäuschen auf der Insel zahlten wir pro Person $12 Eintritt (davon $4 für die Besichtigung des Leuchtturms von innen). Der Ausblick vom Ufer des Sees auf den Leuchtturm:
Vor der Besteigung des Leuchturms war erst einmal warten angesagt, da nur eine begrenzte Anzahl von Leuten gleichzeitig auf den Turm darf. In der Zeit bis dahin konnten wir ein wenig die früheren Wohnräume besichtigen. Man bekommt hier anhand von Schautafeln einen kleinen Einblick in das Leben der Leuchtturmwärter von früher. Amerikanisches Sicherheitsdenken: Da der Turm nur mit festem Schuhwerk betreten werden darf, liegt im Vorraum der Treppe eine Riesenauswahl an alten Turnschuhen in allen Größen für die, die nicht die geeigneten Schuhe tragen (Sandalen etc.). Bei dieser Treppe allerdings gar nicht dumm:
Viele Stufen später dann dieser Ausblick:
Ein Blick zurück auf dem Rückweg:
Nachdem wir wieder unten angekommen waren, hatte Christine beschlossen in Zukunft in einem Lighthouse wohnen zu wollen (Frauen und Ihre Schnappsideen ). Auf der weiteren Rückfahrt hielten wir noch im Whitefish Dunes State Park. Der ganze Sandstrand war übersäht von Marienkäfern. Christine rettete mehrere auf den Rücken liegende Marienkäfer und drehte sie wieder um. Sie mußte dann allerdings feststellen, dass anscheinend Marienkäfer im Sand unfähig sind zu landen und sich diese Beschäftigung ungefähr bis zum Jahr 2020 ziehen würde.
Nur wenige Minuten entfernt bietet das Seeufer einen völlig anderen Anblick. Statt Sandstrand bestimmt am Cave Point felsiges Steilufer, über Jahrhunderte vom Lake Michigan teilweise ausgehöhlt, das Bild.
Ein wunderschöner Tag neigte sich zu Ende. Auf dem Weg zum Motel stoppten wir noch bei Hooters Green Bay und ließen uns mal wieder Chicken Wings schmecken.
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